An dieser Stelle möchte ich ein paar Worte über mich verlieren, für diejenigen, die es etwas genauer interessiert, um wen es sich bei der zeichnenden Hand hinter den Bildern handelt..


Ich zeichne eigentlich seit ich denken kann – drückte man mir früher meine Wachsmaler und ein bisschen Druckerpapier in die Hand, konnte ich mich stundenlang damit und mit der Entstehung von immer neuen Krakeleien beschäftigen. Buntstifte, Tuschkasten, Aquarell, Ausmalhefte – mir war alles recht.

So etwa im 1997 beginnenden Grundschulalter begann ich, hauptsächlich mit Bleistift zu zeichnen bzw. abzuzeichnen; zu meinen Lieblingsmotiven damals gehörten auf jeden Fall Pferde, Katzen und Großkatzen aller Art. Schon damals als großer Tierfreund, heute als Veganerin, faszinierten mich die Vielzahl der Tiere, deren Bewegungsmuster, deren Ausstrahlung und Anmut. Menschen hingegen zeichnete ich eher weniger, meist nur, wenn ich aus irgendwelchen Gründen musste. Mit den Jahren verfeinerte ich meine Technik und eignete mir an, so genau wie nur möglich hinzuschauen um so viele Details wie möglich auf dem Blatt Papier einzufangen und dem Geschöpf, das ich gerade zeichnete, an Leben einzuhauchen.

Anfang des Gymnasiums bekam ich einen Kasten mit Pastellkreiden und Pastellkreidestiften geschenkt und war direkt nach dem ersten Benutzen begeistert.
Es begann die Zeit, in der ich chronisch pleite war und meinen Freunden zum einen deswegen, zum anderen natürlich auch, weil ich etwas Individuelles gestalten wollte, Zeichnungen zum Geburtstag schenkte, insbesondere von ihren Haustieren. Die Freude darüber war so groß, dass ich schnell schon eine Reihe „Aufträge“ für die nächsten Geburtstagskinder bekam – natürlich als Geschenk, nicht gegen Bezahlung.

In der gymnasialen Oberstufe belegte ich neben Biologie auch Kunst als Leistungskurs.
Leider war diese Zeit für mich zeichnerisch sehr ambivalent.
Zwar bekam ich stets sehr gute Noten, allerdings sagte mir die Fließbandarbeit mit der Intention, so schnell wie möglich eine Zeichnung nach der nächsten auszuarbeiten, absolut nicht zu; auch das ständige „Skizzen machen“ bevor man endlich das eigentliche Bild zu zeichnen beginnen durfte, hat mich nahezu in den Wahnsinn getrieben.
Neben den quantitativen Schattenseiten des Leistungskurses blieben mir jedoch viele positive qualitative Eindrücke und Einblicke in verschiedene Arten der Malerei, verschiedene Techniken und zeitgebundenen Intentionen verschiedener Epochen, was nicht zuletzt der Kunstgeschichte als großer theoretischer Block des Unterrichts zu verdanken war. Ebenfalls kam als theoretischer Unterrichtsteil die Bildbetrachtung nicht zu kurz, mit Hilfe derer ich in der schriftlichen Abiturprüfung durch die Analyse eines Gemäldes aus der Renaissance 15 Punkte erzielte und die mich bis heute noch sowohl bewusst als auch unterbewusst bei der Gestaltung meiner Zeichnungen unterstützt.
Auch Architektur war Thema eines ganzes Semesters, sodass wir sogar eine Kursreise nach Rom unternahmen, um dort die antiken architektonischen Gebäude und Statuen verbunden mit der zugehörigen Kunstgeschichte genauer unter die Lupe zu nehmen.

Nachdem ich 2010 mein Abitur bestanden hatte, hörte ich für etwa drei Jahre bis auf wenige Ausnahmen fast gänzlich mit dem Zeichnen auf. Rückblickend vermute ich, dass dies der quantitativen Fließbandarbeit des Leistungskurses geschuldet war, dank derer ich auf gut deutsch gesagt einfach keinen Bock mehr hatte, einen Stift oder Pinsel auch nur in die Hand zu nehmen.

Verstärkt angefangen zu zeichnen habe ich erst wieder 2014 als ich für eine Freundin ihr Pferd zeichnete.
Ich entschied mich, die Zeichnung im Internet zu veröffentlichen und durch soziale Netzwerke und Plattformen bekam ich unerwartet viel positives Feedback, was unter anderem zur Erstellung meine Facebook-Fanseite führte und mich dazu brachte, wieder regelmäßig zu zeichnen, überwiegend mit Bleistift und Pastell, wenn ich nicht gerade mit fluoreszierenden (unter Schwarzlicht leuchtenden) Acrylfarben herumexperimentiere.

Durch die wachsende Anzahl an Anfragen, ob ich nicht auch Aufträge annehmen würde, entschied ich mich, dies zu tun, marschierte zum Finanzamt und meldete im Juli 2015 mein Kleinunternehmen an.

Ich genieße es zur Zeit sehr, dass meine Zeichnungen eben genau keine Fließbandarbeit sind. Jede Zeichnung ist einzigartig und individuell und ich versuche, sie so detailreich und so dicht an der Vorlage wie möglich zu gestalten. Mein großes Ziel ist es, es bis zum Realismus voranzubringen und jedem meiner Bilder genug Leben einzuhauchen, sodass der Betrachter nicht auf ein totes Blatt Papier mit vielen zusammenhängenden Strichen schaut.

Auf meiner Homepage lassen sich bisher noch nicht all zu viele Zeichnungen und Malereien finden, was der Tatsache geschuldet ist, dass es erst „so richtig“ wieder seit 2014 mit der Zeichnerei und Malerei begonnen hat.

Ich hoffe – und bin mir eigentlich auch sehr sicher – Ihnen bald eine wachsende Menge an neuen Werken auf diesen Seiten präsentieren zu dürfen :)!